So senken Sie Ihren Kraftstoffverbrauch

10 Tipps zum Sprit sparen

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“Einmal volltanken bitte” – die drei Wörter sind für Autofahrer mittlerweile ein teures Vergnügen geworden. Doch mit zehn einfachen Tipps lässt sich der Kraftstoffverbrauch deutlich reduzieren. Das spart bares Geld und hilft auch der Umwelt.

1. Bei kurzen Stopps Motor aus?

Tanken – Tipps zum Benzin und Diesel sparen

Eine rote Ampel, ein gesperrter Bahnübergang – lohnt es sich in solchen Situationen überhaupt, den Motor abzustellen? Allgemein gilt: Dauert die Standphase über zehn Sekunden, rechnet sich (bei betriebswarmen Motoren) das Abstellen.

2. Die Fahrweise anpassen

Prinzipiell gilt: Zügig beschleunigen, möglichst früh die Gänge hoch schalten und die gewählte Geschwindigkeit mit niedrigen Drehzahlen halten. Auch im Stadtverkehr kann man im 5. Gang noch gut mitschwimmen. Solange der Motor ohne zu rucken Gas nimmt, ist ein Zurückschalten nicht erforderlich. Benzin spart auch, wer beim Starten nicht schon den Fuß auf dem Gaspedal hat und gleich nach dem Anfahren in den 2. Gang wechselt.

3. Vorausschauend fahren

Jeder Bremsvorgang vernichtet Energie, also passen Sie sich der Verkehrslage an: Beschleunigen Sie nicht unnötig, rollen Sie an rote Ampeln heran. Nehmen Sie zudem beim Heranrollen an Ampeln oder Kreuzungen nicht den Gang heraus. Durch die Motorbremse, die in den meisten Autos die Kraftstoffzufuhr absperrt, lässt sich mehr Benzin als im Leerlauf sparen.

4. Das Auto entrümpeln

Der Dachträger vom letzten Urlaub, ein Sack Blumenerde, den Sie schon lange in den Garten bringen wollen – das sind nur zwei Beispiele dafür, wie Aufbauten oder zusätzliches Gewicht Ihren Verbrauch erhöhen. Als Faustregel gilt: je 100 kg Gewicht nimmt das Auto bis zu 0,3 Liter mehr. Aufbauten, die die Aerodynamik des Autos stören (beispielsweise Dachträger mit Fahrrädern), können den Mehrverbrauch nochmals deutlich nach oben treiben.

5. Höherer Reifendruck und regelmäßige Auto-Checks

Achten Sie nicht nur wegen der Verkehrssicherheit auf Ihr Auto. Zündfreudige Zündkerzen, saubere Luftfilter sowie regelmäßige Ölwechsel und die Überprüfung des Reifendrucks tragen zum Sprit sparen bei.

Der Reifendruck kann übrigens ohne Probleme 0,2 bis 0,3 Bar über den Herstellerangaben liegen. Diese Angaben sind auf einen besseren Fahrkomfort ausgelegt, wie es beim Auto Club Europa (ACE) heißt. Den Reifendruck zu erhöhen, schade deshalb nicht.

6. Internet-Preisvergleiche

Die Benzinpreise können je nach Ort oder Stadtteil variieren. Dabei spielt vor allem die örtliche Tankstellen-Konkurrenz eine Rolle. Zwar sind die Unterschiede von einem oder zwei Cent meist zu gering für lohnende Tankausflüge. Doch wer bestimmte Strecken fahren muss, kann sich im Internet auch die preiswerteste Tankstelle an dieser Strecke raussuchen.

7. Auch im Auto ans Strom sparen denken

Achten Sie auch im Auto auf Ihren Stromverbrauch. Die Lichtmaschine läuft zwar immer mit. Ein erhöhter Strombedarf verstärkt aber den Drehwiderstand der Lichtmaschine und macht eine höhere Motorleistung erforderlich. Das kostet Sprit. 400 Watt Strom können da laut ADAC schon mal mit einem halben Liter mehr je 100 Kilometer zu Buche schlagen. Und wie schnell 400 Watt zusammen kommen, zeigen einige Verbrauchsbeispiele: Nebelscheinwerfer (100 Watt), Scheibenwischer (80), Heckscheibenheizung (120), Sitzheizung (60), heizbare Außenspiegel (30), Radio mit CD-Wechsler (60), Musikanlage mit 4-Kanal-Endstufe (200).

8. Klimaanlage und Heizung mit Bedacht nutzen

Als konkrete Ergänzung zum vorherigen Punkt: Ob Klimaanlage, Sitz- oder Standheizung – in unseren Autos wollen wir weder frieren noch schwitzen. Doch diese Zusatzfunktionen sollte man nicht gedankenlos nutzen. Laut ADAC verbraucht eine Klimaanlage im Mittel zwischen 0,3 und 0,7 Liter pro Stunde, eine Standheizung zwischen 0,2 und 0,5 Liter.

Aber auch Frischluft knapst an der Benzinrechnung: Offene Seitenfenster oder Schiebedächer beinträchtigen die Aerodynamik. So steigert ein offenes Fenster bei 130 km/h den Verbrauch um rund 0,13 Liter je 100 Kilometer.

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9. Im Ausland billiger tanken

Nicht überall in Europa ist Benzin und Diesel so teuer wie bei uns. Wer im Grenzgebiet lebt oder auf Urlaubsfahrt ist, sollte diese Unterscheide nutzen. Billiger tanken kann man beispielsweise in Luxemburg, Österreich, Polen oder Tschechien. Der Tank-Ausflug in die Niederlande lohnt dagegen nur für Besitzer von Diesel-Autos – Normal und Super sind dort teuerer.

Siehe hierzu auch: Tank-Tourismus: Billiger tanken im Ausland

Um die Qualität an ausländischen Zapfsäulen (Stichwort “Sprit-Panscher”) braucht man sich nach Angaben des ADAC dabei keine Sorgen zu machen: Beanstandungen lägen weder von deutschen Tanktouristen noch von den ausländischen Partnerclubs vor.

10. Für kurze Wege das Auto stehen lassen

30 Liter auf 100 Kilometer, das gilt nicht nur für amerikanische Straßenkreuzer. Diesen Durchschnittsverbrauch haben viele Autos nach einem Kaltstart auf den ersten ein bis zwei Kilometern. Für kurze Wege nehmen Sie also ruhig mal das Rad, die U-Bahn oder gehen Sie zu Fuß.

Mit Quellen von ADAC und ACE
Bild: Ge.Ko2
(ENDE) finanzwertig.de/25.07.2011

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