Westdeutsche Studenten in den Osten locken

Akademikermangel: Ab 2020 wird es im Osten eng

Kategorien: Small-Talk-Wissen, Wirtschaftsnachrichten, aktuell | Tags: , , , ,

Kurz notiert: In den kommenden 15 Jahren werden in Deutschland annähernd 4 Millionen Hochschulabsolventen gebraucht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln). Für die Berechnung wurden sowohl die Auswirkungen der demografischen Entwicklung durch die Verrentung älterer Jahrgänge als auch strukturelle Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt berücksichtigt.

ANZEIGE

Besonders in den neuen Bundesländern werden der Studie zufolge hochqualifizierte Männer und Frauen künftig zunehmend gesucht. Denn der Geburtenrückgang, die Abwanderung vieler junger Leute in den Westen sowie die sinkenden Abiturientenzahlen führten dazu, dass in Ostdeutschland immer weniger Menschen ein Hochschulstudium aufnehmen. So werde etwa ab dem Jahr 2020 die Zahl der ostdeutschen Hochschulabsolventen nur noch ausreichen, um die in Rente gehenden Fachkräfte zu ersetzen. Für zusätzliche Akademikerstellen, die durch den wirtschaftlichen Strukturwandel entstehen, gebe es dann nahezu keinen qualifizierten Nachwuchs mehr.

Damit verschlechterten sich die Wachstumsperspektiven im Osten. Um dem entgegenzuwirken, wäre es nach Ansicht der IW-Experten sinnvoll, wenn mehr junge Leute aus dem Westen zum Studium nach Dresden, Rostock oder Ilmenau gingen und anschließend dem dortigen Arbeitsmarkt zur Verfügung stünden.

Mehr zum Thema:
Akademikermangel: Kluge Köpfe braucht das Land (.pdf-Datei, IW Köln) sowie im Print: Christina Anger, Axel Plünnecke, “Droht durch den künftigen Akademikermangel eine Abnahme der Konvergenzchancen Ostdeutschlands?”, in: IW-Trends 2/2010

Quelle: IW Köln
(ENDE) finanzwertig.de/09.08.2010

Weitere Artikel zum Thema:

RSS-Grafik
Fanden Sie diesen Artikel interessant? Dann abonnieren Sie doch den finanzwertig.de-Feed. So werden Sie immer mit den aktuellen Beiträgen versorgt.

Artikel kommentieren