Umfrage unter High Potentials

Arbeitgeberwahl: Frauen achten auf andere Kriterien als Männer

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Im Wettbewerb um hoch qualifizierten Nachwuchs müssen Unternehmen deutlich stärker die unterschiedlichen Ansprüche von Frauen und Männern sowie deren Studienhintergründe berücksichtigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Karrierenetzwerks e-fellows.net und der Unternehmensberatung McKinsey. Viele Kriterien seien für Männer und Frauen zwar ähnlich, doch variierten auch einige Faktoren.

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Demnach wollen sich Topstudentinnen weitaus mehr mit ihren künftigen Kollegen und Kolleginnen identifizieren, als dies bei männlichen High Potentials der Fall ist. Darüber hinaus achteten Frauen mehr als Männer darauf, dass ihr künftiger Arbeitgeber aktiv seine Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt wahrnimmt. Männliche High Potentials legten im Vergleich zu Frauen hingegen mehr Wert auf ihre Chancen am Arbeitsmarkt, die Höhe des Einstiegsgehalts, die Attraktivität des Firmenstandorts und den internationalen Charakter ihres Wunscharbeitgebers.

Auswahlkriterien variieren je nach Studienrichtung

“Arbeitgeber müssen sich im Wettbewerb um Toptalente viel mehr als bisher auf deren Bedürfnisse einstellen”, fasst Nelson Killius von McKinsey die Umfrageergebnisse zusammen. Neben dem Geschlecht habe zudem auch noch der Studienhintergrund der befragten Frauen und Männer erheblichen Einfluss auf die Kriterien für die Wahl des Arbeitgebers: Wer Wirtschaftswissenschaften, Mathematik oder Physik studiere, lege im Vergleich zu Studierenden anderer Fachrichtungen mehr Wert auf Aufstiegsmöglichkeiten; Ingenieure, Biologen und Chemiker hingegen erwarteten vor allem Innovationsstärke. Geisteswissenschaftler wiederum werteten kollegiale Zusammenarbeit und Verantwortungsübernahme als besonders wichtig.

In einigen Punkten seien sich weibliche und männliche High Potentials aber studienübergreifend weitgehend einig: Spaß an der Arbeit sei die Grundvoraussetzung für die Bewerbung, ebenso wie die Begeisterung für das Produkt oder die Dienstleistung des Arbeitgebers. Kriterien wie Arbeitsplatzsicherheit und eine ausgewogene Work-Life-Balance seien von minderer Bedeutung für Toptalente.

Jobangebote im Internet als erste Anlaufstelle

“Bevorzugte Informationsquelle der Studierenden bei der Jobsuche bleibt das Internet. Unternehmen sollten dies noch mehr bei der Gestaltung ihres Webauftritts berücksichtigen”, empfiehlt McKinsey-Berater Killius weiter. Am häufigsten nutzten die Befragten Firmenwebsites und Onlinekarriereportale, um sich zu informieren. Von großer Bedeutung blieben aber auch der Austausch mit Freunden und Familie sowie die persönlichen Erfahrungen im Rahmen eines Praktikums.

Hintergrund: In der Umfrage “Most Wanted – die Arbeitgeberstudie” äußerten sich mehr als 4.300 e-fellows.net-Stipendiaten aller Fachrichtungen zu ihren Berufswünschen sowie zu den Kriterien für die Wahl ihres Wunscharbeitgebers. Gründer von e-fellows.net sind McKinsey & Company, die Deutsche Telekom und die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

Quelle: McKinsey, e-fellows.net
(ENDE) finanzwertig.de/27.08.2010

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