Kurzarbeit und Überstundenabbau

Arbeitskosten 2009 erstmals im Rückwärtsgang

Kategorien: Wirtschaftsnachrichten, aktuell | Tags: , , , ,

Kurzer Nachtrag: Mit exakt 54.890 Euro an Arbeitskosten mussten westdeutsche Industriebetriebe im Jahr 2009 je Vollzeitarbeitskraft durchschnittlich kalkulieren – das waren 1.200 Euro weniger als 2008. Damit sind die Arbeitskosten erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik gesunken, wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) errechnet hat. Ursächlich für den Rückgang sei vor allem der starke Einsatz von Kurzarbeit und der Abbau von Überstunden, wodurch sich die Arbeitszeit je Beschäftigten im Schnitt um sechs Prozent reduzierte.

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Die Wirtschaftskrise beeinflusste laut den IW-Experten aber auch die Struktur der Arbeitskosten. Denn durch die so genannten Remanenzkosten der Kurzarbeit – etwa die ungeschmälerte Vergütung für Urlaubs- und Feiertage – sowie durch die Folgekosten von Entlassungen und Insolvenzen seien die Personalzusatzkosten in die Höhe getrieben worden. Je 100 Euro Direktentgelt mussten die Arbeitgeber 2009 in Westdeutschland 72,40 Euro für Soziales drauflegen (2008: 71,30 Euro).

In Ostdeutschland verlief die Entwicklung analog: Dort kostete die Unternehmen eine Vollzeitkraft im vergangenen Jahr 36.830 Euro, 310 Euro weniger als 2008. Die Personalzusatzkostenquote stieg von 60,10 auf 61,10 Euro, so das IW Köln weiter.

siehe dazu auch beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln:
Arbeitskosten: Weniger Arbeit – weniger Geld (Auszug aus iwd, Nr. 22/2010, .pdf-Datei)


Quelle: IW Köln
(ENDE) finanzwertig.de/20.07.2010

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