Neue Software

“Capital”: Finanzämter erhöhen Prüfungsdruck auf reiche Rentner

Kategorien: Altersvorsorge, Banken, Konten & Kredite, Steuern, aktuell | Tags: , , , ,

Kurz notiert: Die deutschen Steuerbehörden verschaffen sich immer tiefere Einblicke in die Finanzen reicher Rentner. Dabei kommt in einigen Finanzämtern seit kurzem eine neue Software zum Einsatz, die Zinszahlungen an Senioren auswertet. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin “Capital” in seiner August-Ausgabe.

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Dem Bericht zufolge greift die Software auf die Meldungen zu, die ausländische Banken im Rahmen der EU-Zinsrichtlinie in Deutschland abgeben müssen. Das habe ein Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums gegenüber dem Magazin bestätigt. Vorreiter beim Einsatz der neuen Software sei Bayern. Dort überprüften Finanzbeamte bereits seit Anfang Juni 2012 ausländische Zinserträge von Rentnern. Nordrhein-Westfalen nutze das Computerprogramm ebenfalls schon in sechs Finanzämtern. In den kommenden Monaten soll das elektronische Analyseprogramm, das erstmals Daten aus Rentenbezugsmitteilungen, Freistellungsaufträgen und den EU-Zinsinformationen zu einem Datenpaket zusammenführt, laut “Capital” nach und nach flächendeckend eingeführt werden.

Insbesondere Ruheständler mit hohen Ersparnissen im europäischen Ausland sollten daher prüfen, ob sie steuerpflichtig sind und notfalls ihre Einkünfte nachmelden, rät die “Capital”-Redaktion. Bislang nicht von der Erfassung betroffen seien hingegen Konten in der Schweiz, Österreich und Luxemburg.

Quelle: G+J / “Capital” (Nr. 8/2012)
(ENDE) finanzwertig.de/20.07.2012

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