Schub durch Eurokrise

DB Research: Temporärer Zuwanderungsboom

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Kurz notiert: Deutschland ist als Zuwanderungsland wieder die Nr. 1 in Europa und hinter den USA die Nr. 2 unter den OECD-Ländern, wie aus einer neuen Studie von Deutsche Bank Research hervorgeht. Die erhöhte Zuwanderung sollte demnach die negativen Beschäftigungseffekte durch die Einführung des Mindestlohns und der Rente mit 63 temporär konterkarieren – die Effekte dürften aber nur von begrenzter Dauer sein.

Die Trendwende bei der Zuwanderung geht demnach auf die Krise in den Peripherieländern der Europäischen Union (v.a. Spanien, Griechenland, Irland, Italien, Portugal) und die verspätete Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Einwohner der osteuropäischen Länder zurück, die der EU 2004 und 2007 beigetreten waren. Allerdings dürfte mit der Erholung in den EU-Krisenländern die Zuwanderung von dort abebben und der Bedarf des alternden Deutschlands an Arbeitskräften aus Drittländern steigen. Deutschland müsse sich daher stärker dafür engagieren, von Pull-Faktoren getriebene Zuwanderung anzuziehen. Möglichkeiten hierzu böten eine stärker auf die Qualifikation ausgerichtete Immigrationspolitik und eine höhere Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt.

Link zur Studie: Temporärer Zuwanderungsboom: Weckruf für die Politik? (.pdf-Datei)


Quelle: Deutsche Bank Research
(Ende) finanzwertig/31.07.2014/mar

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