Atomausstieg als Kostentreiber

Deutsche Bahn erwägt Preiserhöhungen im Oktober 2011

Kategorien: Verbraucher-Infos, Wirtschaftsnachrichten, aktuell | Tags: , , , ,

Kurz notiert: Bei der Deutschen Bahn will man die Fahrgäste offenbar auf steigende Fahrpreise einstimmen. Noch im vergangenen Jahr hatte der Konzern angesichts der zahlreichen witterungsbedingten Zugausfälle und -verspätungen auf Tariferhöhungen verzichtet. Doch “einen Verzicht auf Preiserhöhungen kann man sich nicht jedes Jahr leisten”, erklärte jetzt Bahn-Vorstandsvorsitzende Rüdiger Grube in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (FAZ).

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Dabei verwies Grube auf die stark gestiegenen Kosten des Unternehmens: Allein die Energiewende verteuere die Energierechnung der Bahn von rund 2,5 Milliarden Euro in diesem Jahr um 100 Millionen Euro. Über die nächsten fünf Jahre rechne der Konzern mit zusätzlichen Energiekosten von 250 Millionen Euro. Ein Grund hierfür sei die Abschaltung des Kernkraftwerkes Neckarwestheim I, weshalb das Unternehmen seinen Strom nun aus anderen Quellen beziehen müsse. Dadurch soll der Atomanteil am Strommix der Bahn schon dieses Jahr von 22 auf 14 Prozent. sinken.

Darüber hinaus spüre man auch bei der Bahn erste negative Folgen der derzeitigen Weltwirtschaftslage. “Die Wachstumsdynamik lässt nach, das merken wir auch”, sagte Grube weiter. In der Luftfracht, einem wichtigen Frühindikator für die Konjunktur, habe man “ein kleines Minus von 0,6 Prozent” verzeichnet. Das sei ein erster Hinweis auf konjunkturelle Dämpfer. “Wir müssen jetzt sehen, wie das Geschäft im Herbst – eine traditionell gute Zeit für die Logistik – weiterläuft”, so Grube.

Über konkrete Preisschritte will die Bahn im Oktober 2011 entscheiden.

Mehr zu diesem Thema sowie über Stuttgart 21 und die Pünktlichkeit der Züge gibt’s im FAZ-Interview: Im Gespräch: Bahnchef Rüdiger Grube.

Quelle: FAZ
(ENDE) finanzwertig.de/19.09.2011

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