"Sinnvoll und absolut geboten"

Finanzmarkt-Transaktionssteuer: Steuergewerkschafts-Chef fordert 0,5 Prozent

Kategorien: Finanz-Infos, Finanzpolitik, Steuern, aktuell | Tags: , ,

Der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, Dieter Ondracek, plädiert für eine Finanzmarkt-Transaktionssteuer in Höhe von 0,5 Prozent pro Transaktion. “Der diskutierte Steuersatz von bis zu 0,05 Prozent pro Transaktion hätte nur eine Alibifunktion”, meinte Ondracek gegenüber der Tageszeitung “Neue Westfälische“.

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Um durch die derzeit viel diskutierte Transaktionssteuer etwas Geld in die Kassen zu bekommen, müsse man mindestens mit einem halben Prozentpunkt an die Sache herangehen. “Nimmt man nur den Börsenumsatz des vergangenen Jahres von 3,5 Billionen Euro, wären das 17,5 Milliarden Euro”, erklärte Ondracek. Rechne man noch Derivate und Leerverkäufe hinzu, käme man auf mehr als das Doppelte. Damit könne man einen großen Teil des entstandenen Schadens decken und auch Rücklagen für etwaige weitere Schäden bilden.

Insgesamt sei eine Transaktionssteuer “nicht nur sinnvoll”, sondern “absolut geboten”. “Wir können und müssen damit die an die Kasse holen, die den Schaden verursacht haben. Den haben schließlich nicht die kleinen Sparer angerichtet, sondern Spekulanten”, so Ondracek weiter. Die Steuer sei im Übrigen leicht bei den Banken zu erheben; für ihre Kontrolle wären bundesweit maximal 500 Beamte erforderlich.

Quelle: Neue Westfälische
(ENDE) finanzwertig.de/21.05.2010

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