Jugendstudie 2012

Jugendliche wissen wenig über Wirtschaft und Finanzen

Kategorien: Banken, Konten & Kredite, Small-Talk-Wissen, aktuell | Tags: , , , ,

Die anhaltende Finanzkrise mit ihren komplexen, oftmals nur schwer verständlichen Krisenthemen wirkt sich offenbar negativ auf das Wirtschaftsinteresse der jungen Generation aus. Nur noch ein Fünftel der 14- bis 24-Jährigen bekundet derzeit ein (sehr) starkes Interesse an Wirtschaft- und Finanzthemen, wie aus der Jugendstudie des Bundesverbandes deutscher Banken hervorgeht. 2009 sei es noch ein Drittel gewesen. Die Studie ist aber auch ein Warnsignal an die Banken: Ihr positives Image hat bei den Jugendlichen deutlich gelitten.

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Ein Drittel der Jugendlichen und jungen Erwachsenen kümmert sich der Jugendstudie zufolge regelmäßig um ihre eigenen Geldangelegenheiten. Viele nähmen sich jedoch für die Finanzplanung nicht die nötige Zeit. Gleichzeitig weise das Wissen der Jugendlichen erhebliche Lücken auf: Der Begriff “Rendite” sei nur 3 von 10 Jugendlichen geläufig, nur 27 Prozent kannten die Rolle der EZB im Blick auf die Sicherung der Preisstabilität. So verwundert es kaum, dass mehr als jeder zweite Jugendliche einräume, sich in Geld- und Finanzfragen kaum oder gar nicht auszukennen. Dabei sind grundlegende Wirtschaftskenntnisse “Voraussetzung, um Finanzfragen zu verstehen und Anlageentscheidungen zu treffen”, wie Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, betont.

Für ihre eigene Zukunft sind die meisten jungen Leute allerdings weiter zuversichtlich – allen negativen Nachrichten infolge der Finanz- oder Staatsschuldenkrise zum Trotz. Laut der Jugendstudie blicken insgesamt 88 Prozent der befragten Jugendlichen optimistisch in die Zukunft. Ihre Berufschancen bewerteten sechs von zehn Befragten als gut, weitere 29 Prozent sogar als sehr gut. Lediglich 15 Prozent der jungen Deutschen ordneten sich selbst als von der Staatsschuldenkrise betroffen ein.

Bankenimage leidet

Neben verschiedenen weiteren Aspekten wurde in der Jugendstudie auch das Bankenimage untersucht. Die Ergebnisse sollten den Banken zu denken geben: Demnach hat zwar die Mehrheit der Jugendlichen noch immer eine positive Meinung von Banken und Sparkassen – doch das Image hat im Zuge der Finanzkrise und den verschiedenen Bankenskandalen spürbar gelitten. Während 2006 noch 77 Prozent der Jugendlichen eine gute bzw. sehr gute Meinung von den Banken hatten, waren es 2012 nur noch 68 Prozent. Gleichzeitig stieg der Anteil derjenigen mit nicht so guter bzw. schlechter Meinung von 20 auf 31 Prozent.

Die Ergebnisse der Jugendstudie gibt es auf den Webseiten des Bundesverbandes deutscher Banken zum Nachlesen: Jugendstudie 2012: Wirtschaftsverständnis und Finanzkultur (.pdf-Datei).

Quelle: Bundesverband deutscher Banken
(ENDE) finanzwertig.de/13.07.2012

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