"Finanztest"-Auswertung

Kapitalanlage Studenten-Apartments: Hohe Kaufpreise, magere Rendite

Kategorien: Bauen & Wohnen, Geldanlage, aktuell | Tags: , , , ,

Apartments für Studenten, insbesondere in den überlaufenen Uni-Städten, werden gerne als “Renditeturbo unter den Immobilien” angepriesen. Die Stiftung Warentest hat entsprechende Investitionsangebote aus mehreren Universitätsstädten analysiert und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: Bei einer seriösen Kalkulation liegt die anfängliche Nettomietrendite meist nur bei rund drei Prozent. Zudem geht der Anleger zahlreiche Risiken ein, warnt die Stiftung in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift “Finanztest”.

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Die Kaufpreise der komfortablen Apartments seien nicht gerade niedrig: 4.500 bis 5.000 Euro pro Quadratmeter zahlten Anleger in Berlin oder Heidelberg, teilweise sogar 6.000 Euro am Stadtrand von München. Zu mieten seien die Wohnungen für 16 bis über 20 Euro pro Quadratmeter. Die Makler entsprechender Immobilienangebote würden so mit bis zu fünf Prozent Rendite werden. Doch dabei blendeten sie oft viele Kosten aus: Kaufkosten wie Steuern und Gebühren genauso wie laufende Kosten für Hausverwaltung und Instandhaltung. Unter dem Strich bleibt nach “Finanztest”-Berechnungen eine Nettomietrendite von nur 2,8 bis 3,3 Prozent.

Wer auf steigende Miet- und Immobilienpreise setze, der könne dennoch ein gutes Investment machen. Nicht auszuschließen sei aber auch die gegenteilige Entwicklung: Wertverlust des gealterten Hauses oder sinkende Nachfrage, etwa durch kommende geburtenschwache Jahrgänge. Ein Investment in entsprechende Objekte ist laut “Finanztest” daher nur empfehlenswert, wenn Anleger ein Verlustrisiko eingehen können und mindestens 50 Prozent Eigenkapital mitbringen.

Der komplette Analyse zum Thema findet sich in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und auf der Webseite der Stiftung Warentest unter Studentenwohnungen als Kapitalanlage (kostenpflichtig).


Quelle: Stiftung Warentest / Finanztest (Juli/2014)
(Ende) finanzwertig/01.07.2014/mar

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