Kritik an höherem Renteneintrittsalter

Lebenserwartung: Wer weniger verdient ist früher tot

Kategorien: Finanzpolitik, Small-Talk-Wissen, aktuell | Tags: , ,

Kurz notiert: Die Deutschen werden immer älter – das gilt offenbar nur für diejenigen mit einem ausreichenden Einkommen. Die Lebenserwartung von Geringverdienern ist dagegen in den vergangenen zehn Jahren um zwei Jahre gesunken. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Große Anfrage der Linksfraktion hervor, wie die “Saarbrücker Zeitung” jetzt berichtet.

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Demnach betrug die Lebenserwartung von Arbeitnehmern mit geringem Einkommen 2001 noch 77,5 Jahre. Im Jahr 2010 habe sie dagegen nur noch bei 75,5 Jahren gelegen. Besonders deutlich sei diese Entwicklung in den neuen Ländern. Hier sei die Lebenserwartung der Geringverdiener im genannten Zeitraum von 77,9 auf 74,1 Jahre gefallen. Der Trend zu einer verlängerten Rentenbezugsdauer gelte somit nur für Personen mit durchschnittlichem oder überdurchschnittlichem Einkommen.

Im Zusammenhang mit ihrer Anfrage im Bundestag und der Antwort der Bundesregierung kritisierte Die Linke die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre. Sie werde vor allem Geringverdiener besonders hart treffen. “Gerade für Geringverdiener wird die regierungsoffizielle Begründung für die angebliche Notwendigkeit einer Erhöhung des Renteneintrittsalters zum blanken Hohn”, erklärte Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag. Denn ihre Lebenserwartung habe sich in den vergangenen zehn Jahren nicht erhöht, sondern sei um zwei Jahre, im Osten sogar um fast vier Jahre gefallen. De facto werde die Rentenzahlung für diese Menschen mit der Rente erst ab 67 um bis zu sechs Jahre verkürzt, so Birkwald weiter.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema:


Quelle: Saarbrücker Zeitung, Die Linke
(ENDE) finanzwertig.de/12.12.2011

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