Aktuelles auf einen Blick

Linkwertig (28.02.2011): Tankstellen-Oligopol, Arbeitnehmerfreizügigkeit, Volkswagen, Karstadt-Sanierung

Kategorien: Wirtschaftsnachrichten, aktuell | Tags: , , , , , ,

Aktuelle Wirtschafts- und Finanznachrichten übersichtlich zusammengefasst – heute unter anderem mit: Kartellamt sieht “beherrschendes Oligopol” im Tankstellenmarkt +++ Arbeitnehmer sorgen sich vor Ost-Öffnung +++ Volkswagen will 50.000 neue Jobs schaffen +++ Genesungsprozess bei Karstadt +++ Warren Buffett bläst zur großen Firmenjagd

Allgemeine Wirtschafts- und Finanznachrichten

Kartellamt sieht “beherrschendes Oligopol” im Tankstellenmarkt

Seit über zwei Jahren nimmt das Bundeskartellamt nun schon den deutschen Tankstellenmarkt unter die Lupe. Dabei hat sich jetzt offenbar erhärtet, was viele Autofahrer schon lange vermuten: Nämlich, dass wenige Mineralölkonzerne die Spritpreise zu Ungunsten der Verbraucher beeinflussen und beispielsweise gerade vor Feiertagen und Ferienzeiten die Benzinpreise auf breiter Front anheben. “Wir gehen davon aus, dass die Sektoruntersuchung am Ende unsere Schlussfolgerung zu einem marktbeherrschenden Oligopol für die Branche untermauert”, bestätigte Kartellamtspräsident Andreas Mundt gegenüber dem Handelsblatt. Er halte es “nicht für ausgeschlossen”, dass es jetzt auch zu Verfahren gegen Tankstellenbetreiber komme. “Ich hege die ernsthafte Hoffnung, dass wir etwas bewegen können”, so Mundt weiter.

“Beherrschendes Oligopol” – Kartellamt knöpft sich Benzinmarkt vor (Handelsblatt)
Teurer Sprit: Kartellamt droht Ölkonzernen (Der Tagesspiegel)
Hoher Benzinpreis: Kartellamt rechnet mit Missbrauch durch Konzerne (Spiegel)

Arbeitnehmer sorgen sich vor Ost-Öffnung

Knapp drei Viertel der deutschen Arbeitnehmer blickt besorgt auf die zum 1. Mai 2011 bevorstehende Öffnung des Arbeitsmarktes für Osteuropäer. Durch die neue Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa haben dann Bürger aus den acht Ländern, die im Jahr 2004 der EU beigetretenen sind, freien Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Hierdurch befürchten bundesweit 73 Prozent der Beschäftigten den Verlust von Arbeitsplätzen, wie die “Welt am Sonntag” unter Berufung auf eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung berichtet. In den neuen Bundesländern seien es sogar 79 Prozent.

Übertriebene Angst vor Osteuropa (WELT)
Quer durch alle Schichten: Deutsche fürchten Freizügigkeit (n-tv.de)
“Es wird keine Völkerwanderung geben” (Wirtschaftsprofessor Herbert Brücker im Interview mit der Badischen Zeitung)

Entwicklung der Studiengebühren

Ab dem Wintersemester 2011/2012 verzichtet Nordrhein-Westfalen auf die erst 2006 eingeführte Studiengebühr von 500 Euro pro Semester. Das hat der Düsseldorfer Landtag mit den Stimmen von SPD, Grünen und der Linken beschlossen. Damit sinkt die Zahl der Bundesländer mit den umstrittenen Studiengebühren von einstmals sieben auf vorerst vier – und demnächst wohl bald drei: Vor Nordrhein-Westfalen hatten bereits Hessen und das Saarland die Gebühren wieder abgeschafft. Entsprechende Pläne gibt es zudem bei der Hamburger SPD – die jüngst die absolute Mehrheit in der Hansestadt errungen hat. Lediglich Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen halten noch an den Gebühren fest.

Passend zum Thema gibt es jetzt im Blog von Andreas Grieß eine interessante Übersicht über die Entwicklung der Studiengebühren in Deutschland (inklusive interaktiver Grafik).

Weiterhin kurz notiert:

Unternehmen & Branchen

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Volkswagen will 50.000 neue Jobs schaffen

Bei Volkswagen stehen die Zeichen auf Expansion: Weltweit will Europas größter Autohersteller – der vergangene Woche einen Rekordgewinn von sieben Milliarden Euro für 2010 vermeldet hat – in den nächsten sechs bis acht Jahren 50.000 neue Stellen schaffen. Davon sollen mittelfristig auch 5.000 bis 6.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland entstehen. Bis spätestens 2018 plant VW die Absatzmarke von weltweit zehn Millionen Autos zu erreichen und damit an Toyota und General Motors vorbei zum weltgrößten Autobauer aufzusteigen.

Volkswagen: Mit 50.000 neuen Stellen ungebremst Richtung Weltspitze (Süddeutsche Zeitung)
VW will 6.000 neue Jobs in Deutschland schaffen (ZEIT)

Genesungsprozess bei Karstadt

Der scheidende Karstadt-Chef Thomas Fox sieht den Warenhauskonzern auf dem Weg in eine gesicherte Zukunft. “Karstadt ist heute nicht mehr der Kranke”, sagte der Sanierer gegenüber der Financial Times Deutschland. Die Umsätze stiegen schneller als erwartet und das Unternehmen verdiene Geld. Verantwortlich hierfür seien insbesondere ein geänderter Produktmix, eine bessere Disposition und auch ein Umdenken bei den Mitarbeitern. Zudem habe “natürlich” auch der konjunkturelle Rückenwind geholfen.

Gesundungsprozess: “Karstadt ist heute nicht mehr der Kranke” (ftd)
Die Geschichte der Karstadt-Warenhäuser: “Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist” (GeschichtsPuls)

Weiterhin kurz notiert:

Im Wortlaut: Buffett bläst zur großen Firmenjagd

“Unser Elefantentöter ist nachgeladen und mein Finger am Abzug juckt.”
(Warren Buffett)

Die 80-jährige Investorenlegende Warren Buffett ist mit seiner Investmentholding Berkshire Hathaway wieder auf der Jagd nach fetter Aktienbeute. Dabei schaut er sich vor allem in den USA nach lukrativen Übernahmezielen um. Er ist überzeugt, dass es hier wirtschaftlich wieder aufwärts gehen wird: “Die besten Tage liegen noch vor Amerika”, wird der laut Forbes-Ranking zweitreichste Mann Amerikas von verschiedenen Zeitungen zitiert.

Warren Buffett wieder auf Firmenjagd (ARD Börse)
Investorenlegende: Buffett eröffnet Großwildjagd (ftd)

Zahl des Tages

1,2 Milliarden Euro…

…betrug der Wert der Schmuck- sowie Gold- und Silberschmiedewaren, die im vergangenen Jahr nach Deutschland eingeführt wurden. Das entspricht einer Steigerung um 19,9 Prozent im Vergleich zu 2009, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Die bedeutendsten Handelspartner für diese Produkte waren demnach 2010 Thailand mit einem Einfuhrwert von 183,1 Millionen Euro, die Schweiz mit einem Wert von 181,8 Millionen Euro sowie die Volksrepublik China mit einem Wert von 142,1 Millionen Euro.

Weitere Randnotizen…

Geldanlage

Arbeit & Karriere

Über den Tellerrand


Quelle: siehe Links
(ENDE) finanzwertig.de/28.02.2011

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