Aktuelles auf einen Blick

Linkwertig (16.8.2010): Kassenpatienten, Smart Grid, Bundesliga-Rechte, Aldi-Immobilien

Kategorien: Wirtschaftsnachrichten, aktuell | Tags: , , , , , , , ,

Aktuelle Finanz- und Wirtschaftsthemen übersichtlich zusammengefasst – heute: Kassenpatienten sollen Arztbehandlung direkt bezahlen +++ Arbeitgeberpräsident sieht deutliches Wirtschaftswachstum +++ Allianz will Immobilien von Aldi Süd übernehmen +++ Übertriebene Erwartungen bei “Smart Grid”-Strommessern +++ Kritik an fondsgebundenen Lebensversicherungen +++ Fußball-Vereine setzen auf das Internet statt Pay-TV

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Kassenpatienten sollen Behandlung direkt bezahlen

Wie Privatversicherte sollen künftig auch Versicherte der Gesetzlichen Krankenkassen Praxisbesuche direkt bezahlen – natürlich gegen Quittung. Dafür plädiert zumindest der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Köhler. Durch die Quittung würde auch bei Kassenpatienten ein Kostenbewusstsein für ihre ärztliche Versorgung geschaffen. Zwar könnten sie auch schon seit 2004 auf Wunsch Quittungen über eine Behandlung verlangen, so Köhler weiter. Doch nur 20 Prozent der Kassenpatienten wüssten um diese Möglichkeit und lediglich zwei Prozent hätten sie in den vergangenen zwölf Monaten auch genutzt.

Kassenärzte: Jeden Praxisbesuch direkt abrechnen (FAZ.net)

Arbeitgeberpräsident sieht deutliches Wirtschaftswachstum

Der Chef der deutschen Arbeitgeberverbände, Dieter Hundt, hält ein Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent in diesem Jahr für möglich: “Es boomt in vielen Branchen”, sagte er dem “Hamburger Abendblatt”. Der Aufschwung schaffe genug Jobs, um die Zahl der Arbeitslosen unter drei Millionen zu drücken. Gleichzeitig warnte der Arbeitgeberpräsident vor Diskussionen über Lohnerhöhungen. “Unangemessene Lohnerhöhungen” wie auch zusätzliche Abgaben und Steuern würden den Aufschwung nur bremsen.

Prognose von BDA-Chef Hundt: Bald unter drei Millionen Arbeitslose? (tagesschau.de)

Allianz will Immobilien von Aldi Süd übernehmen

Wenn sichere Kapitalanlagen nur mickrige Renditen bringen, dann müssen auch bei eigentlich eher als konservativ bekannten Lebensversicherern neue Strategien her – schließlich gilt es, die zugesagte (Garantie-)Verzinsung zu erwirtschaften. Ein Mittel in zinsschwachen Zeiten ist die Investition in Immobilien. Das sieht man offenbar auch bei der Allianz so. Der Konzern plant verschiedenen Medienberichten zufolge die Übernahme der Geschäftsimmobilien vom Lebensmitteldiscounter Aldi Süd. Das Vorhaben ist bereits beim Bundeskartellamt angemeldet. Einzelheiten wollte allerdings noch keine der beteiligten Parteien bekannt geben.

Allianz geht bei Aldi einkaufen (sueddeutsche.de)
Versicherungen: Allianz an Immobilien von Aldi Süd interessiert (ZEIT Online)

Übertriebene Erwartungen bei “Smart Grid”-Strommessern

Das Sparpotenzial intelligenter Strommesser wird nach Ansicht von Verbraucherschützern überschätzt. Demnach können die Geräte der so genannten “Smart Grid”-Technologie einem Haushalt helfen, jährlich zwischen 9 und 50 Euro an Energiekosten zu sparen – beispielsweise indem sie Stromverbraucher wie die Waschmaschine automatisch zu Zeiten anschalten, wenn der Strom günstig ist. Dem Nutzen ständen jedoch hohe Einrichtungskosten sowie jährliche Dienstleistungsgebühren der Tarifdaten-Anbieter gegenüber. Unterm Strich zahlten Verbraucher oftmals drauf.

Neue Elektrogeräte: Schlaue Stromzähler kommen teuer (Spiegel Online)

Kasse machen mit Fondspolicen

Fondsgebundene Lebensversicherungen sind für Finanzkonzerne in der Regel ein sehr gutes Geschäft. Weniger Freude daran haben hingegen oftmals die Anleger. Denn statt der besten Fonds umfassen die Policen meist nur die hauseigenen Fonds der Versicherer oder die ihrer Vertriebspartner, wie das Handelsblatt warnt. Die Strategie werde von vielen Kunden stillschweigend unterstützt: Nach Vertragsabschluss kümmerten sich die wenigsten noch darum, welche Fonds in ihrer Police stecken und wie sie sich entwickeln.

Lebensversicherung: Abkassiert mit Fondspolicen (Handelsblatt)

Fußball-Bundesliga: Vereine setzen auf das Internet statt Sky-TV

Bei den Vereinen der deutschen Fußball-Bundesliga geht die Angst um vor einem möglichen finanziellen Kollaps des TV-Bezahlsenders Sky. Der zu Rupert Murdochs News Corp. gehörende Pay-TV-Anbieter besitzt zwar die Live-Übertragungsrechte der Bundesliga, schreibt allerdings tiefrote Zahlen. Erinnerungen an die Kirch-Krise vor acht Jahren werden wach. Für die Verantwortlichen der Bundesliga wird da die mediale Verwertung der Sportrechte über das Internet-Fernsehen zunehmend interessant. Neben der Deutschen Telekom, die für ihr Angebot “Liga total” bereits die IPTV-Rechte an der Bundesliga besitzt, laufen sich weitere Netzgiganten wie Google und Yahoo warm – Massensportarten wie Fußball wären attraktive Programminhalte für ihre vielfältigen Internetplattformen.

Bundesliga-Rechte: Für die Vereine rollt der Rubel künftig im Internet (FAZ.net)
Pay-TV-Sender in Deutschland bisher chancenlos (FAZ.net)

Außerdem kurz notiert:

Billiges Baugeld: Immobilienmakler hoffen auf dicke Geschäfte (Das Investment bei Spiegel Online)
Chartgespräch: “Der Euro ist heiß gelaufen” (Handelsblatt)
Beruf: Jobsuche auf Messen (karriere.de)
Beschäftigungsmaßnahme: Berliner Hartz-IV-Empfänger auf Ambrosia-Jagd (ftd.de)
“Spend, Grow, Give” – Citigroup bringt superreichen Kindern Vermögensverwaltung bei (Das Investment)
Out of Office: Verfall der Handschriften – Das kann ja keiner lesen (ftd.de)

Quelle: siehe Links
(ENDE) finanzwertig.de/16.08.2010

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