Beitrag zum Inflationsausgleich

Minijobber: Verdienstgrenze soll um 50 Euro steigen

Kategorien: Finanzpolitik, Wirtschaftsnachrichten, aktuell | Tags: , , ,

Die Koalition hat sich auf eine Anhebung der Verdienstgrenze für Minijobber verständigt. Statt 400 Euro sollen geringfügig Beschäftigte künftig 450 Euro verdienen dürfen, wie es aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion heißt. Parallel dazu werde auch die Verdienstgrenze für die sogenannten Midijobber ebenfalls um 50 Euro auf 850 Euro angepasst. Mit den Anhebungen wollen die Parteien einen Beitrag zum Inflationsausgleich leisten. Ein konkreter Termin für die Umsetzung der Pläne wurde jedoch noch nicht genannt.

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Darüber hinaus weist Unionssprecher Karl Schiewerling darauf hin, dass Minijobber künftig grundsätzlich voll in der Rentenversicherung abgesichert sein sollen. So könnten sie unter anderem Ansprüche auf Erwerbsminderungsrente erwerben und die Vorteile der Riester-Förderung in Anspruch nehmen. Dafür müssten sie jedoch den pauschalen Rentenversicherungsbeitrag des Arbeitsgebers von 15 Prozent um 4,6 Prozent aufstocken. Wer das nicht wolle, könne darauf verzichten. Dann bleibe es bei der pauschalen Abgabe des Arbeitgebers.

Gehaltssegen oder Niedriglohnfalle

Union und FDP sind Schiewerling zufolge davon überzeugt, dass es durch die Neuregelung nicht zu einer Ausweitung bei der Anzahl der Minijobs und Midijobs kommt. Immerhin entstünden die meisten Beschäftigungsverhältnisse heute voll sozialversicherungspflichtig – und das bleibe auch das Ziel der christlich-liberalen Koalition. Dagegen kritisierten Die Grünen die geplanten höheren Verdienstgrenzen als “Niedriglohnfalle”. “Immer mehr unabhängige Experten fordern die Abschaffung der Minijobs, weil sich die massenhafte Subventionierung nicht existenzsichernder Beschäftigung als Sackgasse erwiesen hat”, wird ihre Arbeitsmarktexpertin Brigitte Pothmer bei Spiegel Online zitiert.

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Quelle: CDU/CSU-Bundestagsfraktion
(ENDE) finanzwertig.de/28.11.2011

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