Grobe Fahrlässigkeit

Navigationsgerät beim Fahren bedienen kann teuer werden

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Jeder dritte Autofahrer gibt während der Fahrt ein neues Ziel im Navigationsgerät ein oder ändert darin Einstellungen, wie eine Umfrage des Kfz-Direktversicherers R+V24 ergeben hat. Fast jeder zweite Befragte hält es demnach auch für erlaubt, das Navi während der Fahrt zu bedienen (während es bei Stadtplan oder Landkarte nur 13 Prozent sind). Dabei kann ein solches Verhalten bei einem Unfall als “grob fahrlässig” eingestuft werden und kostspielige Folgen haben.

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Grundsätzlich gelten für alle Navigationshilfen – ob digitales Navi oder klassische Landkarte – dieselben Regelungen. “Zwar müssen Autofahrer in beiden Fällen kein Bußgeld befürchten. Aber bei einem Unfall wird so etwas oft als grob fahrlässig bewertet”, erklärt Torsten Nils Unger von R+V24. Dann könne es sein, dass der Autofahrer einen Teil der Schuld zugesprochen bekommt – selbst wenn er den Unfall nicht verschuldet hat. Zudem könne sich die Kfz-Versicherung unter Umständen weigern, den gesamten Schaden zu übernehmen. “Autofahrer, die hier auf Nummer sicher gehen wollen, sollten ihren Versicherungsvertrag überprüfen. In einigen Tarifen wird auf den Einspruch bei grober Fahrlässigkeit verzichtet”, so Unger weiter.

Mobiltelefon als Navi: Bußgeld möglich

Ungemach droht bei der Nutzung des Navigationsgerätes während der Fahrt aber nicht nur bei der Schuldfrage und dem Versicherungsschutz. Wer zum Navigieren sein Handy benutzt, kann zusätzlich mit einem Bußgeld von 40 Euro und einem Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei bestraft werden. Denn es ist grundsätzlich verboten, ein Handy während der Fahrt in die Hand zu nehmen – unabhängig davon, was man damit macht.

Quelle: R+V24
(ENDE) finanzwertig.de/10.11.2010

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