Betongold als Inflationsschutz

“Finanztest”: Offene Immobilienfonds bleiben Anlage-Baustein

Kategorien: Altersvorsorge, Banken, Konten & Kredite, Geldanlage, aktuell | Tags: , , ,

Trotz der zahlreichen Auflösungen sind Offene Immobilienfonds noch immer als Geldanlage für private Anleger geeignet. Zu diesem Ergebnis kommen die Verbraucherschützer der Zeitschrift “Finanztest” in einer Analyse für ihre Juli-Ausgabe. Danach bieten die Immobilienfonds weiterhin eine gute Ergänzung zu Aktien und Anleihen und können das Vermögen vor Inflation schützen.

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Immobilien gelten als eigene Vermögensklasse, weil sie sich anders verhalten als Aktien oder Zinsanlagen. Als Sachwerte können Immobilien das Vermögen außerdem vor Inflation schützen. Gegenüber dem Kauf einzelner Immobilien haben Fonds den Vorteil, dass man sie schon für wenig Geld bekommen kann. Sie bieten außerdem eine breite Streuung über viele Immobilien.

Dass mittlerweile jedoch acht Offene Immobilienfonds – darunter auch die Branchenschwergewichte SEB ImmoInvest und CS Euroreal – vor dem Aus stehen, sollte Anleger nach Ansicht der “Finanztest”-Redakteure nicht schrecken. Die acht betroffenen Fonds seien an ihrem Liquiditätsmanagement gescheitert, weil sie nicht ausreichend flüssige Mittel vorgehalten hatten, um Anleger jederzeit auszahlen zu können. Daneben gebe es aber noch immer Fonds, die sich als stabile Bausteine fürs Depot eignen. Das seien insbesondere die offenen Immobilienfonds von Deka, Union Investment, Commerzbank und Deutscher Bank – allesamt Anbieter mit jahrzehntelanger Erfahrung und starkem Vertrieb.

Laut der “Finanztest”-Analyse hat der beste Fonds im Test, der “grundbesitz europa” der Deutschen Bank- Tochter REEFF, seit Ende 2006 eine Rendite von 5,7 Prozent pro Jahr erzielt. Der Zweitplatzierte, “hausinvest” der Commerzbank-Tochter Commerz Real AG, komme auf 4,3 Prozent jährlich. Und auch die nächsten sechs Fonds in der Rangliste erzielten immer noch Renditen von über 3 Prozent.

Allerdings warnt auch “Finanztest” davor, das ganze Vermögen bzw. große Teile davon in Offene Immobilienfonds zu investieren. Stattdessen raten die Verbraucherschützer, es hier bei einem Anteil von rund zehn Prozent zu belassen. Und auch dann sollte man nicht nur einen Fonds kaufen, sondern das Geld auf mehrere verteilen.

Der ausführliche Test der Offenen Immobilienfonds findet sich in der Ausgabe 07/2012 der Zeitschrift “Finanztest” und auf deren Webseite: Offene Immobilienfonds – Bilanz und Ausblick (kostenpflichtig).

Quelle: Stiftung Warentest / Finanztest
(ENDE) finanzwertig.de/09.07.2012

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