Ab Herbst 2016

Regierung plant mehr Bafög für Studierende

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Schüler und Studierende, die eine Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) bekommen, sollen ab Herbst 2016 sieben Prozent mehr Geld erhalten. Diese Erhöhung der Bedarfssätze ist Teil der vorgesehenen Novellierung des BAföG, deren Eckpunkte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka heute (21. Juli 2014) vorgestellt hat. Danach ist zudem auch eine deutliche Anhebung des Wohngeldes geplant.

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Mit Beginn des Schuljahres 2016 bzw. ab dem Wintersemester 2016/17 wird laut Wanka ergänzend zum höheren BAföG-Satz auch der Wohnzuschlag überproportional auf 250 Euro angehoben. Damit wolle man gezielt den gestiegenen Mietkosten für Wohnraum Rechnung getragen. Insgesamt steige dann für Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen, der monatliche Förderungshöchstsatz um rund 9,7 Prozent von derzeit 670 Euro auf künftig 735 Euro.

Höhere Freibeträge

Weitere Verbesserungen sind auch bei den Einkommens- und Vermögensfreibeträgen geplant. So soll die Hinzuverdienstgrenze so angehoben werden, dass BAföG-Empfänger einen sogenannten Minijob künftig wieder dauerhaft und bis zur vollen Höhe von 450 Euro ohne Anrechnung auf ihre BAföG-Leistungen ausüben können. Der Freibetrag für jegliches eigenes Vermögen von Auszubildenden soll von 5.200 Euro auf künftig 7.500 Euro steigen.

“Diese Reform bedeutet für Schüler und Studierende deutlich spürbare Verbesserungen. Wir werden das BAföG an ihre Lebens- und Ausbildungswirklichkeit anpassen”, erklärte Bildungsministerin Wanka. Mit dieser strukturellen und substantiellen Reform übernehme die Bundesregierung Verantwortung für die Studierenden und investieren in Bildungsgerechtigkeit und Bildungschancen.

Auch Länder werden entlastet

Ab 2015 wird der Bund den Plänen zufolge auch die volle Finanzierung der BAföG-Geldleistungen übernehmen. Damit würden die Bundesländer dauerhaft um jährlich 1,17 Milliarden Euro entlastet – Geld, das wiederum zur besseren Finanzierung von Hochschulen und Schulen eingesetzt werden könne.


Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung
(Ende) finanzwertig/21.07.2014/mar

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