Klärung von Beschäftigungszeiten

Rentenberechnung: Aufbewahrungsfrist für DDR-Lohnunterlagen läuft aus

Kategorien: Altersvorsorge, Verbraucher-Infos, aktuell | Tags: , , , , , ,

Bis zum Jahresende 2011 läuft die Frist zur Aufbewahrung von Lohnunterlagen aus der ehemaligen DDR ab. Ohne diese Dokumente kann keine vollständige Berechnung der Rentenansprüche mehr erfolgen – es drohen niedrigere Rentenzahlungen. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund hin. Beschäftigte aus der DDR, die bislang noch keine Klärung ihres Rentenkontos durchgeführt haben, sollten das daher umgehend beantragen.

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Betroffen sind Versicherte der Geburtsjahrgänge 1946 bis 1974, die in der DDR Rentenansprüche erworben haben. Diese Ansprüche müssen nach der Wiedervereinigung gegenüber der bundesdeutschen Rentenversicherung nachgewiesen werden. Bis heute sind von den 2,3 Millionen bei der Deutschen Rentenversicherung Bund geführten Versicherungskonten aus den neuen Bundesländern noch ca. 286.000 Konten nicht vollständig geklärt. Das entspricht einem Anteil von rund zwölf Prozent.

Die notwendigen Antragsunterlagen für eine Kontenklärung können im Internet bei der Deutsche Rentenversicherung Bund heruntergeladen werden. Alternativ sind die Unterlagen auch bei allen Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung erhältlich. Die dortigen Mitarbeiter sind zudem beim Ausfüllen der Unterlagen behilflich.

Nachweis der Rentenansprüche

Für die Sicherung der Rentenansprüche müssen Versicherte aus der ehemaligen DDR ihre Beschäftigungszeiten möglichst genau im Kontenklärungsantrag angeben. Darauf gestützt versucht die Deutsche Rentenversicherung dann, den ehemaligen Arbeitgeber bzw. dessen Rechtsnachfolger zu ermitteln und eine Bestätigung der Daten zu erhalten. Alternativ können sich Antragsteller auch an die Archivierungsgesellschaften Rhenus Office Systems (Märkische Allee 1-11, 14979 Großbeeren) und Iron Mountain Disos (Haupstraße 36b, 14797 Kloster-Lehnin) wenden, die noch alte Lohnunterlagen liquidierter DDR-Betriebe aufbewahren. Zudem können fehlende Versicherungszeiten auch durch eigene Dokumente (wie SV-Ausweis, Lohnbescheinigungen, Versicherungskarten oder Ausbildungszeugnisse) sowie auch mittels Zeugenerklärungen belegt werden.

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Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund
(ENDE) finanzwertig.de/24.06.2011

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