Girokonten auch für sozial Schwache

Sparkassen bieten “Bürgerkonto” für alle

Kategorien: Banken, Konten & Kredite, Sparkassen, Verbraucher-Infos, aktuell | Tags: , , ,

Ab Oktober 2012 wollen die 423 deutschen Sparkassen jeder Privatperson in ihrem Geschäftsgebiet ein Guthabenkonto anbieten. Mit diesem sogenannten Bürgerkonto können Kunden am bargeldlosen Zahlungsverkehr (Überweisungen, Zahlungen mit EC-Karte) teilnehmen, ohne sich dabei zu verschulden. Dabei sollen sie keine höheren Entgelte zahlen als bei einem vergleichbaren Konto mit Überziehungsmöglichkeit.

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Wegen teilweise sehr restriktiver Vorgaben bei einer Kontoeröffnung müssen in Deutschland laut Branchenschätzungen einige hunderttausend ärmere Menschen ohne Girokonto auskommen. Eine Tatsache, für welche die heimischen Kreditinstitute von Verbraucherschützern und Politikern seit längerem harsch kritisiert werden – und worauf die Sparkassen nun offenbar reagieren. “Mit dem Bürgerkonto stellen die Sparkassen sicher, dass wirklich jeder ein Girokonto bekommt. Wir sind überzeugt, dass dies ein wichtiger Beitrag zum Gemeinwohl ist”, erklärte dazu Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV).

Die Zahl der Ausnahmefälle, in denen die Institute einem Kunden die Eröffnung eines Bürgerkontos verweigern können, sind dem Sparkassen-Verband zufolge eng begrenzt. Etwa wenn Fälle von Kontomissbrauch bekannt seien oder der Antragsteller seine Kontogebühren nicht entrichte. Die Ablehnung oder Kündigung eines Bürgerkontos müsse die Sparkasse schriftlich begründen. Bei Streitigkeiten rund um das Bürgerkonto wollen die Sparkassen Schlichtungssprüche durch Ombudsmann bzw. Schlichterstelle als verbindlich anerkennen.

Mehr dazu: Die vollständige “Erklärung der Sparkassen zum Bürgerkonto” (.pdf-Datei)

Quelle: DSGV
(ENDE) finanzwertig.de/27.09.2012

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