Altersvorsorge

Umfrage: Deutsche eher skeptisch über künftiges Rentenniveau

Kategorien: Altersvorsorge, Wirtschaftsnachrichten, aktuell | Tags: , , ,

Rund die Hälfte der Deutschen rechnet für sich im Alter mit einer gesetzlichen Rente von weniger als 50 Prozent ihres heutigen Einkommens. Knapp jeder Fünfte (17 Prozent) geht sogar von weniger als 30 Prozent aus, wie eine Umfrage von Union Investment zur Altersvorsorge ergeben hat. Entsprechend weit verbreitet sei jedoch die Erkenntnis, dass man sich mit der privaten Altersvorsorge beschäftigen muss.

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Der Umfrage zufolge sehen 69 Prozent der Befragten die Notwendigkeit, für den Ruhestand zu sparen. Dabei sei die Zustimmung gerade bei der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen mit 74 Prozent besonders hoch. Intensiv mit dem Thema beschäftigt hätten sich tatsächlich 66 Prozent der Befragten.

“Es ist sehr erfreulich, dass das Thema Altersvorsorge mittlerweile fest im Bewusstsein gerade der jüngeren Menschen verankert ist”, sagt Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei Union Investment. Denn gemäß einer Untersuchung von Prof. Raffelhüschen von der Universität Freiburg im Rahmen des “Vorsorgeatlas Deutschland” bekämen die Menschen aus der Gesetzlichen Rentenversicherung im Durchschnitt nur rund 43 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens. Für die Sicherstellung des bisherigen Lebensstandards sind im Alter allerdings 60 Prozent notwendig.

Sparbuch ist keine Altersvorsorge

Gefragt nach der Höhe ihrer Sparbeiträge zur privaten Altersvorsorge gaben in der Union-Investment-Umfrage 80 Prozent an, monatlich mehr als 100 Euro zurückzulegen. 42 Prozent der Menschen nutzten dabei eine Riester-Rente – wobei die 20- bis 29-Jährigen mit 36 Prozent noch unterdurchschnittlich repräsentiert seien. Die übrigen 58 Prozent nutzten andere Produkte für ein zusätzliches Einkommen im Alter. Im Fokus stünden dabei vor allem Lebens- bzw. Rentenversicherungen, die selbstgenutzte Immobilie sowie auch das Sparbuch.

Gerade letzteres sollte jedoch nicht die erste Wahl bei der Altersvorsorge sein, warnt Erling. Denn Spareinlagen seien dafür gedacht, kurzfristig Geld zu parken und hätten eine entsprechend niedrige Verzinsung. “Berücksichtigt man dann noch die Inflation, lässt sich so kaum ein Vermögen für den Ruhestand aufbauen”, betont Erling weiter. Als vierthäufigste Alternative zu einer Riester-Rente wurden Investmentfonds genannt, dicht gefolgt von Bausparverträgen.

Quelle: Union Asset Management Holding AG
(ENDE) finanzwertig.de/15.03.2012

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