Daten ohne Schutz

Verbraucherschützer mahnen WhatsApp ab

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Kurz notiert: Das Marktwächter-Team vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat WhatsApp abgemahnt. Hintergrund sind die Pläne des Chat-App-Anbieters, persönliche Daten wie Telefonnummern an seinen Mutterkonzern Facebook weiter zu reichen. Neue Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen machen dies möglich.

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“Bei der Übernahme 2014 von WhatsApp hat Facebook öffentlich bekundet, dass der Dienst von WhatsApp unabhängig bleiben solle. Verbraucher vertrauten also darauf, dass ihre Daten allein bei WhatsApp bleiben und kein Datentransfer zu Facebook erfolgt. Ihr Vertrauen wurde enttäuscht”, erklärt dazu vzbv-Vorstand Klaus Müller. Erste Anzeichen für einen solchen Datentausch haben die Verbraucherschützer bereits in ihrer Abmahnung von Facebook Anfang 2015 kritisiert.

Mit großer Sorge beobachtet man beim vzbv einen schleichenden Trend: “Verbraucher verlieren nach und nach die Hoheit über ihre Daten. Ihre Privatsphäre gerät in Gefahr. Dieses Beispiel zeigt nicht zuletzt, dass die erweiterte Verbandsklagebefugnis für Verbraucherverbände ein wichtiges Instrument ist, um Verbraucher und Daten zu schützen”, so Müller weiter.

WhatsApp bleibe nun bis zum 21. September 2016 Zeit, gegenüber der vzbv eine Unterlassungserklärung abzugeben.


Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband
(Ende) finanzwertig/19.09.2016/mar

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