Zensus 2011

FAZ: Volkszählung kostet über 700 Millionen Euro

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Kurz notiert: An diesem Montag, 9. Mai 2011, ist der Startschuss für die erste große Volkszählung seit 24 Jahren gefallen. Für das große Datensammel-Projekt sollen 80.000 Helfer des Statistischen Bundesamtes acht Millionen Bürger befragen. Zudem flattern mehrere Millionen Fragebögen in die Briefkästen der Deutschen. Der Aufwand für den Zensus 2011 ist enorm – und das schlägt sich auch bei den Kosten nieder.

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Insgesamt sollen sich die öffentlichen Ausgaben für Vorbereitung und Durchführung der Volkszählung auf gut 704 Millionen Euro belaufen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet. Davon würden 334,1 Millionen Euro vom Bund und 370 Millionen Euro durch die Länder getragen. Mit dem Geld werden unter anderem die Einrichtung von Erhebungsstellen in den Kommunen, die Befragung durch die Interviewer – die 7,50 Euro je erfolgreich durchgeführter Befragung erhalten – sowie auch die begleitenden Informationskampagnen finanziert. Mit dem enormen Werbeaufwand für Informationsbroschüren, eine Internetseite sowie Werbespots in Kino und Fernsehen soll verhindert werden, dass der Zensus 2011 von einer vehementen Protestwelle begleitet wird, wie es noch bei der letzten bundesdeutschen Volkszählung 1987 der Fall war.

Neben den öffentlichen Ausgaben entstehen der deutschen Volkswirtschaft aber noch weitere Kosten im Zusammenhang mit der Volkszählung. Das betrifft laut FAZ vor allem die Immobilienunternehmen bzw. Firmen mit eigenen Werkswohnungen. Die Beantwortung der entsprechenden Immobilien-Fragebögen dürfte die Branche der Bundesregierung zufolge knapp fünf Millionen Euro kosten. Dabei werde für jede Firma eine Bearbeitungszeit von acht Stunden bei einem durchschnittlichen Stundenlohn von 18,80 Euro unterstellt.

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Quelle: FAZ, zudem siehe Links
(ENDE) finanzwertig.de/09.05.2011

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