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Wechselfrist bei Kfz-Versicherungen läuft

Kategorien: Verbraucher-Infos, Versicherungen, aktuell | Tags: , , , , ,

Bald ist wieder soweit: Am 30.November läuft bei Kfz-Versicherungen die reguläre Wechselfrist für das kommende Jahr ab. Auch wenn die Versicherungsprämien für 2011 im Schnitt leicht steigen sollen, lässt sich durch einen Versicherungsvergleich noch immer viel Geld sparen. Bei der Wahl der richtigen Kfz-Versicherung gibt es allerdings einige Punkte zu beachten…

Kfz-Versicherung - Symbolbild Autobahn Zahlreiche Kfz-Versicherungen werden sich nach Einschätzung von Branchenexperten bei der Beitragsgestaltung für 2011 aus dem Preiskampf der vergangenen Jahre verabschieden. Die Beiträge der Policen dürften daher zum Jahreswechsel 2010/2011 im Schnitt um zwölf Prozent steigen – allerdings bei weiterhin hohen Unterschieden zwischen den günstigsten und teuersten Anbietern. Bei einem Wechsel der Kfz-Versicherung können Autofahrer somit auch in diesem Jahr von günstigeren Konditionen und besseren Leistungen profitieren.

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Kündigung der Versicherung

Wer sparen will, sollte sich jedoch langsam sputen: Da die meisten Versicherungsverträge vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines Jahres laufen, haben Autofahrer für einen regulären Wechsel der Kfz-Versicherung nur noch bis zum 30. November Zeit (Kündigungsfrist ein Monat zum Jahresende). Bis zu diesem Stichtag muss das (formlose) Kündigungsschreiben beim alten Versicherer eingegangen sein, am besten per Einschreiben mit Rückschein. Der Poststempel reicht als Nachweis dafür nicht aus.

Bei der Regelung gibt es allerdings eine wesentliche Ausnahme: Erhöht der Versicherer die Beiträge für das neue Jahr, steht dem Versicherten auch nach dem 30. November ein Sonderkündigungsrecht zu. Für diese Fälle hat der Gesetzgeber festgelegt, dass eine Kündigung innerhalb von vier Wochen nach Erhalt der Benachrichtigung rechtswirksam ist. Das Sonderkündigungsrecht kann übrigens auch nach einem Schadensfall oder bei einem Fahrzeugwechsel ausgeübt werden.

Tipp: Für alle Wechselwilligen empfiehlt es sich, die alte Police nicht vorschnell zu kündigen. Da Autoversicherer in Ausnahmefällen auch einen Versicherungsnehmer ablehnen können, sollte erst die Vertragsbestätigung des neuen Versicherers vorliegen, bevor der alte Vertrag gekündigt wird.

Tipps für den Versicherungsvergleich

Vor dem Wechsel der Kfz-Versicherung sollte immer ein ausführlicher Versicherungsvergleich stehen. Dabei sollten Verbraucher nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Leistungsmerkmale und die genauen Versicherungsbedingungen achten. Das billigste Angebot muss nicht immer das beste sein, warnen Verbraucherschützer. Oftmals bieten viel beworbene Billig-Versicherungen – gerne als “Basis-” oder “Grundtarif” bezeichnet – nur einen eingeschränkten Leistungsumfang. Teilweise beträgt die maximale Deckungssumme dabei nur 50 Millionen Euro. Besser ist jedoch die sich immer mehr durchsetzende Höchstdeckungssumme von 100 Millionen Euro.

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Bei der Vollkasko ist auch ein Verzicht des Versicherers auf die “Einrede der groben Fahrlässigkeit” wichtig. Andernfalls können Versicherungen bei einem grob fahrlässig verschuldeten Unfall – etwa durch Überfahren einer roten Ampel oder dem Bücken nach dem heruntergefallenen Handy – die Schadensregulierung verweigern. Ausgenommen hiervon sind generell nur ein herbeigeführter Diebstahl (z.B. durch stecken lassen des Autoschlüssels) sowie das Fahren unter Drogen- oder Alkoholeinfluss.

Weitere Unterschiede bei den Versicherungsleistungen gibt es beispielsweise bei Wildunfällen. Die Liste der versicherten Tiere ist je nach Assekuranz sehr unterschiedlich. So leisten einige Versicherer etwa in der Teilkasko nur für Schäden bei Wildunfällen. Andere Anbieter erstatten aber auch Schäden durch Kollisionen mit Tieren aller Art sowie bei Marderbiss. Sehr günstige Policen haben zudem oft auch schlechte Bedingungen bei Rückstufungen nach einem Schadenfall. Eine Police mit “Rabattschutz” schützt Autofahrer davor, nach einem Schaden in eine schlechtere Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft zu werden.

Und noch ein allgemeiner Tipp: Autofahrer mit Neu- bzw. Leasingfahrzeugen sollten besser keinen Versicherungsvertrag mit Werkstattbindung wählen. Denn hier verlangt oftmals der Hersteller bzw. das Autohaus für Kulanzleistungen den Besuch einer Vertragswerkstatt. Bei Leasingfahrzeugen kann die Werkstattbindung eine Vertragsverletzung bedeuten.

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Berechnung der Beitragshöhe

Eine wesentliche Grundlage für die Berechnung der Versicherungsprämien sind die Typenklassen und Regionaleinstufungen, die alljährlich im Herbst vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft vorgelegt werden. Sie basieren auf den regionalen Unfallzahlen des vergangenen Jahres sowie der Schadenhäufigkeit und den Reparaturkosten bei den einzelnen Fahrzeugen. Aus diesem Datenmaterial ermitteln die Versicherungsgesellschaften ab Oktober die neuen Tarife für ihre Policen.

Die Höhe der individuellen Versicherungsprämie richtet sich wiederum nach Wohnort und Autotyp des Versicherten sowie insbesondere nach der Zeit, in der er bislang unfallfrei gefahren ist. Diese äußert sich in den viel beschworenen “Schadenfreiheitsklassen”: Je länger man unfallfrei unterwegs ist, desto höher die Klasse, in der man sich befindet und desto niedriger der Beitrag.

Weitere individuelle Rabattmöglichkeiten

Zudem gibt es noch verschiedene individuelle Rabattmöglichkeiten, die die Versicherungsprämie weiter senken können. Dazu zählen zum Beispiel Nachlässe für Eigenheimbesitzer, Eltern mit kleinen Kindern oder teilweise auch bestimmte Berufsgruppen wie Beamte und Büroangestellte. Sie sind statistischen Auswertungen der Versicherer zufolge im Allgemeinen vorsichtiger im Straßenverkehr unterwegs und haben somit eine geringere Unfallwahrscheinlichkeit.

Auch wer sein Fahrzeug über Nacht in der Garage abstellt, achtet statistisch gesehen mehr auf dessen Zustand und kann daher mit günstigeren Versicherungsprämien rechnen. Sparen können auch Fahrzeughalter, die nur selbst bzw. maximal zusammen mit ihrem Partner das Auto nutzen. Wer dagegen prinzipiell jeden mit seinem Fahrzeug fahren lässt, muss dafür auch tiefer in die Tasche greifen.

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(ENDE) finanzwertig.de/14.11.2010

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