Presseschau

Wirtschaft & Finanzen: Linkwertiges vom 21. März 2012

Kategorien: Linkwertig, Wirtschaftsnachrichten, aktuell | Tags: , , , , , , , ,

Themen heute: Neuer Streit um den Soli +++ Kreditwürdigkeit deutscher Kommunen +++ Ackermann-Party +++ Altersvorsorge bei Selbstständigen +++ Yapital vs. Paypal +++ Nachhaltigkeitsbericht der Deutschen Bank +++ Markenprodukte für besondere Anlässe +++ Urteil zu “Miles&More”-Programm +++ Häfen kämpfen um Windenergie-Milliarden +++


Der Aufreger des (gestrigen) Tages

Finanzausgleich: Im Vorfeld der Wahlen in Nordrhein-Westfalen am 13. Mai 2012 machen verschiedenen Kommunen Stimmung gegen den Solidarpakt zum Aufbau Ost: Teilweise müssten hoch verschuldete Gemeinden und Städte Kredite aufnehmen, um die Finanzhilfen für den Osten bezahlen zu können. Das könne so nicht bis 2019 weitergehen. Die finanzielle Not im Westen (d.h. konkret im Ruhrgebiet) sei viel größer. Offenbar ist es mal wieder an der Zeit für eine Diskussion über den Solidarpakt – aber auch über die Haushaltspolitik in vielen Kommunen…

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Politik

Gemeindefinanzen: Nach den Erfahrungen der Griechenland-Krise wachsen bei vielen Banken offenbar die Bedenken hinsichtlich der Kreditwürdigkeit deutscher Kommunen. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, drohen zahlreichen hoch verschuldeten deutschen Städten in den kommenden Jahren Probleme mit der Kreditversorgung.

Ackermann-Party: Ein schon fast vergessenes Thema: Das umstrittene Geburtstagsdinner für Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann im Bundeskanzleramt im Jahr 2008 – welches erst im Bundestagswahlkampf 2009 öffentlich bekannt wurde. Kritiker bemängelten die Finanzierung des “Ackermann-Schulfreunde-Essens” mit Steuergeldern. Angesichts der Finanzkrise und der staatlichen Stützungsmaßnahmen für das deutsche Bankensystem stand zudem der Vorwurf der Kungelei zwischen Regierung und Wirtschaftsvertretern im Raum. Bereits im April 2011 hatte das Berliner Verwaltungsgericht entschieden, dass das Bundeskanzleramt die vollständige Gästeliste der Feier offen legen muss. Jetzt hat das Oberverwaltungsgericht auch den Einspruch der Bundesregierung gegen das Urteil zurückgewiesen.

Altersvorsorge: Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sieht bei vielen Selbstständigen die Gefahr der späteren Altersarmut. Daher sollen sie ab 2013 auch dazu verpflichtet werden, für das Alter vorzusorgen. Ob sie dazu Lebensversicherungen, eine private oder die gesetzliche Rentenversicherung oder eine Rürup-Rente nutzen, sollen die Selbstständigen jedoch selbst entscheiden dürfen.

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Unternehmen & Märkte

“Yapital”: Der Hamburger Otto-Konzern Handelskonzern will ab 2013 einen eigenen Online- und Handy-Bezahldienst anbieten. Wie das Branchenmagazin “Der Handel” berichtet, laufen bereits Gespräche mit verschiedenen Händlern über die Akzeptanz an der Ladenkasse. Mit dem neuen Dienst – der offenbar “Yapital” heißen soll – tritt Otto in Konkurrenz zu PayPal aber auch verschiedenen Banken und Girokarten-Anbieter.

Nachhaltigkeit: Die Deutsche Bank hat ihren Bericht zur gesellschaftlichen Verantwortung (Corporate Social Responsibility/CSR) veröffentlicht. Demnach hat sie 2011 weltweit 83,1 Millionen Euro für gesellschaftlich nützliche Projekte ausgegeben und unter anderem die Geschäftsbeziehungen zu Kunden aufgekündigt, die an der Produktion von Streubomben beteiligt sind. Auch will die Bank in diesem Jahr keine neuen börsengehandelten Anlageprodukte auf Basis von Grundnahrungsmitteln auflegen. Immerhin. Bei der Financial Times Deutschland ist man vom Nachhaltigkeitsbericht des Branchenprimus indes wenig überzeugt. Der Bericht sei in Wirklichkeit “vor allem ein gewaltiges Ärgernis”, kommentiert Redakteur Frank Bremser.

Markenartikel: Wenn die Deutschen sich selbst, ihrer Familie und/oder ihren Freunden etwas Besonderes gönnen wollen, dann setzen sie bewusst auf Markenprodukte. Im normalen Alltag ist man dagegen eher preisbewusst und bevorzugt markenlose Produkte. Das geht aus der neuen West-Ost-Markenstudie WOM 2011 hervor. Demnach wird Markenprodukten eine höhere Qualität zugestanden, für die die Bundesbürger in Ost und West zu besonderen Anlässen auch tiefer ins Portemonnaie greifen.

Miles&More: Bereits Anfang 2011 hat die Lufthansa die Konditionen ihres Vielfliegerprogramms “Miles & More” geändert. Für Freiflug-Tickets sind seither deutlich mehr Bonusmeilen notwendig als vorher – eine Tatsache, die vielen Vielfliegern damals sauer aufstieß. Ein Stammkunde der Fluglinie zog dagegen vor Gericht – und bekam Recht: Die Lufthansa darf die gesammelten Vielflieger-Meilen ihrer Passagiere nicht einfach durch neue Regeln entwerten. Das hat jetzt das Kölner Landgericht entschieden (AZ: 32 O 317/11). Angesichts der zahlreich betroffenen Kunden könnte das Urteil für die Lufthansa ziemlich teuer werden.

Windenergie: Unter den Seehäfen Deutschlands und der Nachbarstaaten ist mal wieder ein harter Konkurrenzkampf ausgebrochen. Auslöser sind die zahlreich geplanten Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee. Jede einzelne, dafür notwendige Windkraftanlage wird zuvor in einem Hafen vormontiert und auf Spezialschiffe verladen. Ob Emden oder Stade, Bremerhaven, Cuxhaven oder Wilhelmshaven – für die Hafen- und Terminalbetreiber geht es bei den Windparkprojekten um ein Milliardengeschäft.


Quelle: siehe Links
(ENDE) finanzwertig.de/21.03.2012

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